Freie Evangelische Gemeinde Huttwil

Psalm 23

Psalm 23,1

Ich habe mir ein paar Gedanken über Psalm 23,1 gemacht

Was ist für mich ein Hirte?

Lass ich mich durch den Hirten führen?

Höre ich auf den Hirten?

Welchen Stellenwert hat der Hirte in meinem Leben?

Der Herr ist mein Hirte:

Wenn man jetzt nur das Wort Hirte nimmt, was gehen euch für Gedanken durch den Kopf? Was ist ein Hirte schon, der zu den Schafen oder zu den Kühen auf der Alp schaut? Wenn wir die Arbeit nach ihrem Stellenwert vergleichen, ist es sicher nicht der höchst angesehenster Beruf. Bankdirektor, Arzt oder Manager wären da wohl einiges besser.

Aber wenn wir uns mal überlegen, was so ein Hirte für Arbeiten verrichtet, dann sieht das wieder ganz anders aus. Er hat eine grosse Verantwortung gegenüber den Personen, die die Schafe oder Kühe in seine Obhut geben. Und wenn wir im Bibellexikon nachschauen, stellen wir fest, dass im Alten wie im neuen Testament der Hirte eine grosse Rolle spielt. Dieser Beruf war angesehen und galt als ehrenhaft. Wenn wir uns überlegen: David war ein Hirte und wurde König (2.Samuel 7,8) und Amos wurde vom Hirten zum Propheten berufen( Amos 7,15). Da sehen wir, dass doch manch kleiner Hirte zu etwas Grossem berufen wurde. Zu was werde ich womöglich berufen, oder wo möchte Gott mich einsetzen um das Reich zu bauen?

Der Herr ist mein Hirte! Wie sieht das in meinem Leben aus? Lasse ich mich durch Gott führen, oder laufe ich ehre neben der Herde? Wie schnell wenden wir uns von Gott ab, wenn nicht alles so läuft wie wir es gerne möchten. Wie schnell kommen Zweifel auf! Sorgt Gott für mich? Ist er mein Hirte, oder hat er mich vergessen? Nein!!! Gott sorgt für uns! ER ist unser Hirte! ER weiss was wir brauchen! Bitten wir Gott um Geduld und Kraft! Sind wir aber auch bereit Korrekturen anzunehmen? Oder lassen wir uns lieber nicht verändern? Bitten wir Gott immer wieder von neuem, dass wir ihm voll und ganz vertrauen können. 

Mir wird nichts mangeln:

Das ist eine Aussage die ich nicht immer mit einem ja beantworten kann. Wenn ich in mein Leben zurückschaue, habe ich schon das Gefühl, dass es mir zwischen durch schon an gewissen Sachen mangelte. Als ich die Arbeitsstelle in Gettnau verloren hatte, war es mir nicht gerade ums Jubeln. Ich hatte eine Familie und sah im Moment kein Weiterkommen. Als ich nach längerer Zeit wieder eine Arbeit gefunden hatte, kam der nächste Mangel: der Lohn war wieder massiv tiefer als vorher. Die Rechnungen flatterten nur noch so ins Haus und ich wusste nicht, wie das aufgehen soll bis Ende Monat. Genau in solchen Momenten ist es für uns wichtig, dass wir wissen wo wir mit unseren Sorgen und Lasten hin können. Wenn ich mich noch einmal so zurück erinnere, es ging immer auf und wir konnten unsere Rechnungen bezahlen. Ja, wenden wir uns zu unserem Hirten! Hier dürfen wir ruhig werden in der Gewissheit, dass wir durch JESUS getragen werden und verlieren den Druck, selber alles tragen zu wollen!. Irdisch und menschlich gesehen, haben wir immer wieder Mangel. Aber wir wissen, dass wir mit unserem Mangel zu Gott dürfen, ER schenkt uns wieder voll ein!

Wie können wir uns vorbereiten, wenn wir in einen Mangel geraten? Wir haben Gottes Wort! Lernen wir immer wieder Verse auswendig, die uns stärken und Kraft geben in der Not! Wir können uns gegenseitig unterstützen im Gebet. So möchte ich uns ermutigen, dass wir uns durch unseren Hirten führen lassen, sei es privat wie auch als Gemeinde.

Bruno

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