Freie Evangelische Gemeinde Huttwil
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Alle die gottesfürchtig leben wollen, müssen Verfolgung erleiden (2. Timotheus, 3.12)

Widerspricht diese Aussage nicht unserer Erfahrung? Leiden wir Verfolgung? Ist dieser Text zeitbedingt zu verstehen, bezogen auf die Verfolgung nach der Entstehung der ersten Gemeinde in Jerusalem?

Heute jedenfalls gibt es keine Verfolgung mehr, zumindest in unserer zivilisierten, westlichen Welt!  Wer so denkt unterliegt einem grossen Trugschluss. Du kannst die Probe aufs Exempel machen. Bekenne dich öffentlich zu Jesus Christus und du wirst sofort erleben, dass diese Aussage zeitlos und somit auch heute noch gültig ist.

Glücklicherweise sind wir gegenwärtig noch durch unsere staatlichen Gesetze geschützt und geniessen Gewissens-, Glaubens- und Versammlungsfreiheit. Dank dieses staatlichen Schutzes sind wir nicht physischer Gewalt und Verfolgung ausgesetzt. Aber nochmals: wenn du dich zu Jesus Christus bekennst, ja ihn als einzigen Mittler zwischen Gott und Mensch der alleine vor Tod und Verdammnis errettet, verkündest, ja dann, dann wirst du die volle Wucht der Aussage aus 2. Timotheus, 3.12 zu spüren bekommen. Menschen werden dich als sektiererisch, engstirnig, fanatisch brandmarken. Du wirst verbal angegriffen, beschimpft, vielleicht auch aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Andere werden dir mit endlosen Diskussionen über die Fehlerhaftigkeit der Bibel, über wissenschaftliche Beweise, über die Gleichwertigkeit aller Religionen. usw. entgegen treten. Wieder andere werden dir einen lieben Gott entgegen halten, der alle Menschen errettet, egal wie sie gelebt und was sie geglaubt haben. Die Argumente die sich dir entgegen stellen sind mannigfaltig und endlos. Eines wirst du aber kaum hören und erleben, nämlich, dass jemand ins Nachdenken kommt und deine Aussagen prüft oder sogar zum lebendigen Glauben an den einzig wahren Gott kommt. 

Nun, weshalb erleben wir diese Art Verfolgung nicht? Die Antwort heisst Menschenfurcht. Zu gerne schonen wir uns, da wir die Reaktionen unserer Mitmenschen fürchten. Wenn wir jedoch in dieser Position verharren, so verpassen wir unseren Auftrag Salz der Erde zu sein; das Salz wird kraftlos und ist zu nichts mehr nütze (Matthäus 5.13).

Nun sagst du, mir ist es nicht gegeben zu reden. Mag sein, aber die Anfeindung gilt ja allen die gottesfürchtig leben wollen (das heisst, allen die durch den Glauben an den Sohn Gottes gerettet worden sind). Dabei ist niemand ausgeschlossen. Du musst ja nicht in einer Halle vor tausend Leuten wortgewaltig das Evangelium verkünden. Vielleicht ist dein Reden zaghaft und unbeholfen, vielleicht geschieht dein Bezeugen durch eine Einladung oder durch das Weitergeben eines Buches oder eines Traktats. Du wirst in jedem Falle die Tatsache der Verfolgung im obigen Sinne erfahren. Wenn nicht, so liegt es daran, dass du dich selber schonst, Ehre von Menschen suchst, diese Welt mehr liebst als Gott.

Und die Kirchen und die evangelikalen Gemeinden? Sie haben nur dann Salzwirkung wenn sie den Auftrag der Bezeugung des Evangeliums wahrnehmen. Wenn Pfarrer, zum Beispiel anlässlich von Beerdigungen, jeden selig sprechen, dann täuschen sie die Menschen, bringen sie um ihr Heil, sind Feinde des Evangeliums. Warum schreibe ich dies in solcher Deutlichkeit? Weil es nicht harmlos ist, ob jemand in die Hölle fährt oder in den Himmel kommt und weil wir, und mit mir ihr alle, es den Menschen schuldig sind sie zu warnen und ihnen den Weg zu ihrem Heil aufzuzeigen. Das aber kostet uns alles, darin sterben wir der Welt, dadurch suchen wir das was droben ist und nicht das was auf Erden ist und werden in das Bild Jesu verwandelt und schliesslich unser Ziel, die ewige Gemeinschaft mit unserem Herrn und Heiland, erlangen.

Edi Linder

2017  FEG - Freie Evangelische Gemeinde Huttwil